Freitag, 24. August 2007

24.08.2007 und tschüs, der RMW wartet

Da wir gestern abend das meiste gepackt hatten, mussten wir uns heute morgen nur noch um Kleinigkeiten kümmern. Gegen 10 Uhr kam Ben und hat uns ein passendes Taxi gerufen. In die New Yorker taxen passen eigentlich nur max. 3 Personen und 3 Koffer. Er hat uns deshalb ein Grossraumtaxi bestellt. Die Fahrt dauerte ca. 40 Minuten.

So, das war es fürs erste. Ich sitze hier auf dem JFK und warte auf den Flieger. das dauert aber noch 8 Stunden. Sollten die Akkukapazitäten meines Bilderspeicher ausreichen stelle ich hier noch Bilder rein. Ansonsten folgen die Bilder morgen...

22.08.2007 und 23.08.2007 Sightseeing und Füsse wund latschen...

Ich fasse die beiden Tage zusammen, da wir an beiden Tagen ein Seightseeing-Marathon absolviert haben. Uli hat sich einen Tag frei genommen, da sie die Sehenswürdigkeiten schon kennt und lieber noch ein paar Designer "Geheimtipps" ansteuern möchte. Das Wetter schwankte immer zwischen windig, wenig Sonne, Regen, viel Sonne, diesig... also eigentlich so, wie wir es als echte Norddeutsche gewohnt sind.

Für den Mittwoch hatten wir uns als erstes das Empire State Building vorgenommen. Wenn man aussen vor dem Gebäude steht unterscheidet es sich nicht von den anderen Steinblöcken in dieser Strasse. Hier haben mich früher schon japanische Touristen gefragt, ob ich ihnen den Weg zum Empire State Building zeigen könnte... man muss also schon die Augen aufmachen und aufpassen das man nicht dran vorbei läuft. Für mich ja eigentlich auch ein Problem mit den Augen aufmachen, ausser ich schaue durch eine Kamera. Da ich dieses Gebäude aber gut in Erinnerung habe, konnte ich Oma leicht dorthin navigieren.

Im Gebäude angekommen haben wir uns an das Ende der 45 minütigen Warteschlange gestellt und standhaft alle Versuche, uns noch eine Kinoshow, Fotos, Exclusivtickets für den sofortigen Zugang zur Dachterrasse, T-shirts mit "ich war oben" Logos, etc.., anzudrehen, abgewehrt. Nach Taschenkontrolle und Metalldetektor durften wir dann Tickets kaufen. 1 adult für 18$, 1 youth für 16$ und unsere senior für 16$. Damit durften wir uns dann an die vorletzte Hürde stellen: der Fahrstuhl. Der Fahrstuhl fasst 10 Leute und nach einer rasanten Fahrt mit permanentem Druckausgleich kamen wir kurze Zeit später im 80 Stockwerk an. Hier wartet die letzte Hürde auf den Besucher. Der nächste Fahrstuhl für die letzten 6 Stockwerke oder aber die Fitnesstreppen. Beim Anblick der Schlangen vor dem letzten Lift eine leichte Entscheidung zugunsten der Treppen. Wenn man denkt, dass das höchste Gebäude NY´s auch ein gleichermassen imposantes Treppenhaus hat, wird beim Anblick und der Erkenntnis das meine Kellertreppe zuhause das gleiche Format hat, eines Besseren belehrt. Das Treppenhaus ist ne muffige, enge Bude. Also schnell hoch. Geht aber nicht so schnell. Die Hitze und die anderen Touris verlangsamen den Aufstiegs zu King Kongs Aussichtsturm doch gewaltig. Ich hoffe Oma macht nicht schlapp. Aber sie hat bisher auch der Hitze in den Subway Stationen getrotzt.

Wir kommen heil oben an und schlagen uns durch die Menschenmenge auf die Aussichtsplattform. Trotz des wolkenverhangenen Himmels haben wir eine überwältigende Aussicht über Manhattan. Es gibt 3 Möglichkeiten relativ schnell an die vorderste Aussichtsfront zu gelangen:

1. alle Besucher vor einem verprügeln und von der Plattform werfen... King Kong Methode

2. penetrant dicht hinter den Leuten stehen und warten bis sie deiner nähe überdrüssig sind oder...

3. ne Profikamera dabei haben.

Klappt meistens... Ehrfürchtig wird einem Platz gemacht. Einer fragte mich, ob meine Mark III Internetanschluss hat ;-) Hat sie, aber ihm das zu erklären hätte zu weit geführt. Aber alle diese Methoden versagen, wenn Du einen Italiener vor dir hast, die verhalten sich schmerzfrei...und drücken dich, solltest du sie hinter Dir haben, voll ins Gitter der Absperrung.

Nach 150 Bildern und langem Schauen und "guck mal da unten haben wir auch gestanden..." gingen wir dann wieder runter. Diese Prozedur dauerte auch noch einmal 35 Minuten. Für 30 Minuten auf Manhattan schauen haben wir fast 2.5 Stunden benötigt. Aber ich werde es wieder machen. Der Ausblick entschädigt einen für jede Warteminute. Das nächste Mal werde ich es so timen, das ich die blaue Stunde dort oben verbringen kann. Dann nehme ich mein Stativ mit für coole Bilder.

Danach sind wir gefühlte 200km zu Fuss durch die City getobt. Grand Central, Chrysler, Rockefeller Center, United Nations, Deutsche Botschaft, Waldorf-Astoria. In den Einkaufskatakomben des Rockefelle-Centers haben wir uns bei Starbucks wieder mit Uli getroffen. Zurück in unserer Wohnung mussten wir uns erstmal die Manhattan-Patina abduschen. Aber vorher haben wir uns in unserem Lieblingsdeli noch mit Abendessen eingedeckt...

Am Donnerstag wurde das Wetter endlich wieder richtig sonnig und natürlich auch wieder warm, ach nee, heiss!! Nach einem ausgiebigen Frühstück bei "Penelope" haben wir noch die obligatorische Fahrt mit der Staten Island Ferry gemacht und sind noch ein wenig kreuz und quer durch Manhattan. Dann für ein nettes Picknick im Central Park was zum schmackofatzen gekauft und im Park auf einem grossen Felsen unsere Decke ausgebreitet. Dieser Park ist gewaltig. Schon nachdem man ihn betreten hat wird es um einen leise und der Verkehrslärm ebbt sofort ab. Man wähnt sich nicht mehr in einer Millionenmetropole. Sehr genial...

Dienstag, 21. August 2007

20.08.2007 und 21.08.2007 Marathon

Hi Leute,
wegen völligem ausgepowert sein konnte nichts geschrieben werden... Gestern von 9am bis 11pm auf den Beinen mit Subway und zu Fuss durch Manhattan...

Heute abend (also für euch morgen früh) gibt es wieder ein Bericht, jetzt muss ich wieder in die City...

Lieben Gruss die 4 Fusskranken...

so, jetzt geht es weiter...



Gestern sind wir früh aufgestanden und ohne Frühstücken in die Lexington Ave, Manhattan gefahren. Mit der Subway kommt man natürlich immer nur in die meistens mittelbare Nähe des gewünschten Ortes. So auch in diesem Fall. Wir wollten schauen, ob es das süsse Frühstückslokal "Penelope" noch gibt, in dem wir vor 4 Jahren mit Ania und Jörg 2x nett gefrühstückt haben. Hausnummer 157 ist ja auf den ersten Blick nicht so schwer zu finden. Wenn die Hausnummern aber bis vielleicht 5000 gehen wird die Sache schon komplizierter. Wir also aus der Subway raus und wir hatten Glück. 4 Blocks weiter südlich finden wir das Ramada-Hotel, unsere Herberge von 2003, und auf der anderen Strassenseite das "Penelope". Der besondere Charme bestand 2003 darin, dass sehr freundliche Mädels leckeres Frühstück auf alten Tellern und Kaffee in den verschiedensten Tassen servierte, geradeso als wäre das Geschirr beim Auszug von den Eltern mitgegeben worden. Wir wurden nur in einem Punkt enttäuscht: Sie haben neues Einheitsgeschirr, aber das Essen und das Umsorgt werden ist noch genauso wie bei unserem ersten Besuch. Hier folgt einmal wieder die Auflistung unseres Frühstücks. Da Niel die Karte hat mitgehen lassen, muss ich nicht lange in meinem alten Hirn wühlen um alle Gerichte zusammen zu bekommen.

Niel und Frank:

Eggs any Style - two farm fresh eggs any way you like e´m with toast and homemade french fries für 7,50$

Oma:

homemade bagel with cream cheese and jam

und Uli:

Three egg omelette - with your choise of three: peppers, onion, mushroom, tomato, swiss, fontina, feta, american, cheddar, bacon or ham with homemade french fries für 8,50$

es war wieder so lecker wie früher, so dass wir beschlossen haben am Donnerstag wieder hier einzukehren... Uli ist heiss auf die Buttermilk Pancakes... denn schliesslich ist auf der Karte vermerkt "all of our food is homemade with love".




Danach sind wir wirklich bis abends um 11Uhr auf den Beinen gewesen. Runter in die Broome, rauf ins Sony Center, zu Bloomingdales, in den Mega Apple Store. Dann wieder die 5th Ave rauf und runter, schnell noch einmal zur 8th Ave rüber zu B&H, Madison Square und ins Rockfeller Center. Nur unterbrochen von einigen Starbucks. Ach nee, Niel und Ich haben uns nachmittags ein Slice Pizza bei Sbarros eingeworfen. Ingrid mümmelte innerlich immer noch an ihrem Bagel, sie brauchte den ganzen Tag nichts.



Das merkte sie erst Abends als wir bei Fridays Nudeln mit Hühnerbrust essen wollten. Unsere freundliche, farbige Miss Weathergirl Tuesday bediente uns so überschäumend, dass das Essen geschätzte 2 Stunden brauchte bis es an unserem Tisch erschien. Als Tuesday bemerkte das wir immer noch nichts hatten, fiel ihr wohl ein das man eine Bestellung nicht nur aufnehmen muss, sondern dann auch weiter an die Küche leiten sollte. Sie bewegte ihre Massen Richtung Küche, slangte dabei etwas von "denen in der Küche muss ich wohl mal in den A**** treten" und kam dann mit 2 Tellern Salat mit Knobi und Parmesan, einer Brocollisuppe und einer wasweissich-Gemüsesuppe zurück. Sie knallte uns diese Sachen auf den Tisch und ehe wir anmerken konnten, dass wir diese kulinarischen Genüsse nicht geordert haben, meinte sie das wäre ein Gruss aus der Küche um uns die Wartezeit zu verkalorieren. OK, dann mal runter damit.

Kurze Zeit später kommen dann Ingrids Chicken Wings im "Traditional Style". Waren sie aber nicht, "Traditional Style" ist nämlich mit Knochen und nicht wie geliefert im neumodischen "boneless" Style. Tja, ich also Tuesday, Eltern die ihre Tochter in Deutschland "Dienstag" taufen lassen wollten, würden bestimmt Ärger mit den Behörden bekommen, rangepfiffen und sie äusserst nett darauf aufmerksam gemacht das hier etwas nicht richtig läuft. Äussert vorsichtig, weil Tuesday ein Mundwerk wie Gisela Schlüter und das Körperformat eines Hulk Hogan hat. Mit ihr als Begleitung nachts auf den Strassen von Harlem, why not? Da muss man sich keine Sorgen machen. Momentan sitze ich aber am längeren Trinkgeld-Hebel. Deshalb tauscht Sie sofort die knochenlosen Fleischbällchen gegen echte Hühnerflügel aus und Ingrid kann sich glücklich darüber hermachen.



Der Rest der Essensübergabe klappt reibungslos und Tuesday hat meine Beschwerden auch nicht übelgenommen, wie ich an dem herzlichen "ich hau Dir auf die Schulter" feststellen kann (meine Schulter schmerzt jetzt noch). Wir essen unsere Leckereien und amüsieren uns über Tuesday bei Fridays... Durch die kostenlosen Dreingaben sind wir schon nach kurzer Zeit satt und lassen uns Doggy bags schnüren. ingrid war es fast peinlich, aber wir konnten ihr glaubhaft versichern, dass das hier üblich ist. So ist also die Zwischenmahlzeit für den nächsten Mittag gesichert und Tuesday kommt zu Ihrem Tip, zumal uns dann auch noch die Drinks erlassen wurden...



Mit offenen Mund läuft Ingrid dann noch über den Time Square. Sie kann diese vielen Menschen, Lichter und Taxen gar nicht fassen und gegen 23Uhr fallen wir dann wieder in unserer Hood bei unseren Homies ein. Und glaubt mir, wir waren völlig im Ar***. Gute Nacht...

Hier noch ein paar Anmerkungen.

Wer in Deutschland die Apple Stores kennt, denkt Apple hat 20 Produkte und die werden hier sehr augenfreundlich präsentiert. Geht mal in Manhattan in einen der 2 Stores. Das ist das Paradies. Riesige, topgestylte Läden mit allen was Apple und die Zubehörhersteller zu bieten haben. Da stand ich nun, völlig eingeschüchtert von soviel Luxusgütern. und jetzt kommts... hier sollst Du alles ausprobieren, anfassen (ausser das Personal), man wird sogar expliziert aufgefordert an allem rumzufummeln. Man kann eigene Software auf die dortigen Rechner installieren, alles mögliche downloaden, stundenlang Rechner blockieren. man kann mit seinem eigenen Rechner erscheinen (überall freies WLan) und bei Problemen nimmt sich das Personal kostenfrei die Zeit und bringt alles wieder in Ordnung. Unglaublich. Man kann auch an kostenlosen Workshops und Vorträgen teilnehmen.

Und eines sage ich euch. Das Iphone ist die Macht. Wenn das Ding bei uns auf den Markt kommt, ich hole es mir sofort. ich habe im Store lange daran rumgespielt und es ist so ein Gerät, womit man den kleinen Frank richtig glücklich machen kann.

Haaaaaaaben will !!!!!!!

Ach ja, der Apple Store südlich des Central Park, direkt gegenüber dem Plaza Hotel, hat auch abends ein wenig länger auf, nämlich 24 Stunden, rund um die Uhr. Nur geil. Ouuups, ich kann nicht schlafen, geh ich eben in den Computerladen...





Am nächsten Morgen haben wir dann alle länger geschlafen (10.45 Uhr). Der über Nacht einsetzende Dauerregen tat sein übriges uns länger im Bett zu halten. Wir sind dann wieder los nach Manhattan und haben uns die Zeit mit Bummeln vertrieben. Ich bin mit Niel los und Uli mit Oma. Die beiden wollten sich bei Century21 durch die Designermodelle wühlen. Niel und ich nochmal Apple Store, Burton, Billabong, Quiksilver etc. Unsere beiden Gruppen waren als wahllos über Manhattan verstreut. Nach 3,5 Stunden gehen Niel und ich, weil wir uns aus einem Deli Abendessen mitnehmen wollen, in eben einen dieser Delis, wir kannten den Laden nicht, und treffen auf Uli und Ingrid. Es gibt hunderte dieser Läden und wir laufen uns in dieser 12 Millionen Metropole über den Weg. Irre...

So, danach geht es wieder in die Classon Ave, in unsere Wohnung, schmackofatzen und diesen Bericht schreiben und ab ins Bett. Schliesslich soll morgen das Wetter besser werden und dann wollen wir hoch hinaus...

Sonntag, 19. August 2007

19.08.2007 Tag 17 Brooklyn Bridge und Brooklyn Heights





Heute ist das Wetter ein wenig bedeckt. Wir haben beschlossen uns in unserer Nachbarschaft umzusehen. Einige haben vorher bedenken geäussert. Brooklyn? Ist denn das sicher. Jo man, it is! Die Menschen hier, überwiegend Farbige, sind total nett. Wenn wir morgens das Haus verlassen werden wir begrüsst. Wenn wir mal wieder aus irgendeinem U-Bahnschacht orientierungslos rausgeklettert kommen, fragt gleich irgendwer, ob er uns helfen kann und zeigt uns den richtigen Weg. Menschen die wir morgens beim Frühstück in einem Cafe getroffen haben, erkennen uns am Nachmittag bei einer zufälligen Begegnung am anderen Ende des Stadtteils freundlich wieder. Es ist wie zu Hause.

Wir sind heute morgen zum Frühstück ins Outpost gegangen, ein Szenelokal, von Ben empfohlen. Wir haben uns dort im, mit bunten Möbeln dekorierten, Garten niedergelassen und Kaffee, Croissants, Bagels und Sandwiches genossen. Danach ging es mit der Linie F (ihr erinnert euch? Linie C fällt das ganze Wochenende aus) ein paar Stationen Richtung East River. Von hier sind wir, so weit die Füsse tragen, rumgelatscht... Heute ist es nicht ganz so warm, da stören auch die 5 Kilo Kameraausrüstung nicht. Ich fotografiere wieder munter drauf los.







Wir marschieren Richtung Manhattan Bridge und schwenken dann auf die Brooklyn Bridge. Diese Brücke hat ein Fussgängerdeck. Diesmal erobern wir diese Brücke, entgegen der früheren Eroberung, von Süden.



Das große Tryptichon dieser Brücke in unserem Wohnzimmer wird nochmals aufgenommen. Diesmal achte ich mehr auf eventuelle Fehler in der Gestaltung. Vielleicht tausche ich das Wohnzimmerbild gegen dieses Neue aus, zumal ich die Pixelanzahl, im Gegensatz zu früher, verdreifacht habe. Mark III ich liebe DICH!







Schauen diese Beiden wie Brückenprofis aus oder haben sie die Fresse dick? Ich habe mich nicht gewagt zu fragen...



Nachdem die Pflichtfotos am ersten Brückenpfeiler erledigt sind, wandern wir zurück und entdecken Brooklyn Heights. In diesem Viertel ist die Vergangenheit konserviert und das sogar schön ordentlich. Wir spazieren an der Promenade entlang, im Hintergrund immer die imposante Skyline von NY-City.







Anschliessend finden wir einen italienischen Deli. Die Mädels ziehen sich Pizza rein und wir Pasta. In diesem Laden, optisch sehr schön, ist aber klein wenig der Wurm drinnen. Unser bestelltes und gezapftes Rootbeer entpuppt sich als Coke. Freundlich wie immer, "grins", reklamiere ich im besten Brooklyn-Slang die Getränke und das Schankgirl entdeckt daraufhin den Fehler im System. Jemand, wahrscheinlich sie höchstselbst, hat statt dem Rootbeerfass ein Cokefass an die Zapfanlage angeflanscht. Tja, unsere Coke geht in den Ausguss und wir bekommen Rootbeer aus Flaschen. Egal! Die anderen bekommen ihr essen und mampfen fleissig an ihren pseudo-italienischen Köstlichkeiten. Uli äußert sogar das Lob, diese Pizza kommt an die aus Mailand heran...

Ich kann nichts dergleichen äußern. Ich futter nämlich Luft. Also wieder zum Tresen-Girlie, mittlerweile mögen wir uns schon richtig und nach meiner Lasagna gefragt. Grosses Stirnrunzeln, schliesslich muss man, wenn man eine Lasgna bezahlt, noch lange keine erhalten, dann begibt sich die ganze Mannschaft auf die Suche. Nach kurzer Zeit wird der Koch in der Mikrowelle fündig. Von wegen Steinofen. Der ist nur Deko... Wieder erwarten ist meine Käse-Nudel-Hack-Creation noch richtig heiß und schmeckt super. 25min später sind die 14000Kcal verzehrt und ich lechze nach einem Jägermeister. Aber mit solchen Wünschen braucht man in dieser Gastronomie in diesem Lande nicht anzukommen.

Egal, dann wird der dicke Wanst eben wieder abmarschiert. Leider hat sich das Wetter verschlechtert und es fängt an zu regnen. Google-Wetter hatte also Recht. OK, morgen scheint demnach wieder die Sonne. Wir haben schliesslich auch aufgegessen. Uli der Subway-Guru findet die richtige Bahn für uns und gegen 6Uhr abends sind wir wieder in unserer Hood.

Wir suchen noch den örtlichen Supermarkt auf und kaufen (Bitte merken, ES IST SONNTAG) noch diverse Futtersachen und wanken schwerbepackt nach Hause. Übrigens, Milch einkaufen ist nicht so einfach. Hier gibt es sogar 100% milchfreie Milch...

Ach ja, wir haben es schon von Ben gehört: Die hiesige Wegwerfgesellschaft hat schon vor ca. 10 Jahren begonnen bestimmten Müll zu recyclen und tatsächlich entdecken wir die dafür bestimmten Behälter...



Hier auch noch ein paar Bilder von den rumhechtenden Squirrels, süss und arschfrech...



Samstag, 18. August 2007

18.08.2007 Tag 16 erster Tag im Grossstadtdschungel - in 3min von Italien nach China




Uli ist wieder dran:

Als wir uns gestern in unserer neuen Wohnung häuslich eingerichtet hatten und ich und Niel aus unserem Nickerchen wieder erwacht waren, wollten wir Oma Ingrid einen ersten kurzen Eindruck von Manhatten geben. Aso kurz aufgehübscht und los gings.

Die U-Bahn Linie C bummelt langsam aber sicher nach Manhatten. Zuerst gings zum Pier 17 in die Fressmeile. Ich hatte natürlich noch einen Hintergedanken bei der Aktion: mein geliebter Weihnachtsladen, auf den ich mich schon seit 4 Jahren freue. Die Enttäuschung war groß, als ich feststellen mußte, dass es diesen Laden leider nicht mehr gibt. Erster Tiefschlag, na toll. Oma war begeistert und so sind wir dann leicht erschöpft wieder nach Hause gezuckelt, natürlich nicht ohne erstmal in den falschen Zug zu steigen.




" Herzlich willkommen in New York" sagte die Kakerlake und zeigte mir Ihren Hintern, nachdem ich die Tür aufgeschlossen hatte. Durch meinen hysterischen Schrei taub geworden und sichtlich in der Orientierung gestört, lief sie planlos hin und her, so dass Frank sie nur durch beherztes Zutreten erwischt hat. Nachdem wir die Leiche entsorgt hatten, haben wir den Tatort großflächig mit antibakeriellen Reinigungsmitteln abgeschrubt, die bei uns wahrscheinlich verboten wären.

Kurz vorm Schlafengehen haben dann nochmal alle ihre Kakerlakengeschichten zum Besten gegeben, mit der Folge, dass ich bei Licht Wache gehalten habe, damit sich die anderen Viecher nicht an mir rächen können. Am nächsten Morgen bin ich dann völlig fertig und mit tiefen, dunklen Augenringen aufgestanden. Dieses Tierchen hatte wohl keine Freunde, zum Glück. Naja, die anderen waren wenigstens fit.



Bei leicht herbstlichem Wetter, Sonne und kühlem Wind sind wir dann in die Stadt aufgebrochen. Anmerkung von Frank: Das Wetter war nur die erste Stunde kühl, danach brüllten wieder die altbekannten 30-35°C auf den Asphalt. Bei Starbucks gab es den ersten Kaffee und danach begann die Wanderung und mein Beutezug bei Custo und Ed Hardy (Hey Silke, Ausbeute 2 T-Shirts und ein Kleid. Es hätte Dir gefallen;-)







Frank hat das Paradies entdeckt: den Apple Megastore.
Als Niel und Frank nach einer halben Stunde noch nicht wieder draussen waren und der Shop vom Glühen einer Kreditkarte erhellt wurde, sind wir rein, um zu verhindern, dass wir in einem Frachtflugzeug zurück fliegen müssen, um den ganzen Kram mit nach Hause zu kriegen. Ich habe dann die Auswahl etwas eingeschrängt und so ist Frank nur mit einer kleinen Tüte rausgekommen. Anmerkung Frank: Heul, ich geh da noch einmal ohne Uli hin, hähähä...

Danach gings weiter nach Chinatown, einmal die Canalstreet rauf. 1 Million Menschen dicht gedrägt und das permanent gemurmelte: "Handbags, handbags, handbags" und "Do ya wanna buy a Rolex?" der illegalen Händler im Ohr, sind wir dann nach Little Italy in die Mulberry abgebogen.



Den Sopranos entkommen, haben wir erstmal ein Päuschen in einem ziehmlich hektischen Restaurant gemacht.Danach sind wir immer Richtung Uptown marschiert. Bei Macy´s haben wir uns dann noch eine Stunde die Zeit vertrieben, während Frank seinen Liebligsfotoladen besucht hat. Er mußte jedoch feststellen, dass der Laden Samstags geschlossen hat (hihi). Wir haben uns dann noch in einem Deli mit Fresschen versorgt und haben uns auf eine beschwerliche Reie nach Hause begeben.

Als wir den Bahnsteig dann endlich erreicht hatten, haben wir zwei Züge passieren lassen ohne einzusteigen, da wir auf unsere C-Linie gewartet haben. Während ich noch Scherze darüber gemacht habe, dass wir die einzigen Dummies sind, die noch auf dem Bahsteig stehen, ist die Information, die vor uns am Bahnsteig ausgehängt war, letztlich auch bis zu unserem Hirn gelangt: 18.-20.08. no C-Train running. Sag mal Frank, welches Datum haben wir eigentlich heute?





Nach langem hin und her haben wir es dann doch noch bis nach Hause geschafft. Die Orientierungsbären Frank und Oma wollten dann zwar noch ein anderes Haus aufschliessen, aber das konnten Niel und ich dann noch verhindern. Naja, in der Nacht sind in Brooklyn alle Häuser grau...

Freitag, 17. August 2007

17.08.2007 Tag 15 New Yooooooork !!!

da wir gestern abend entdeckt haben, das wir den Mietwagen schon um 12:30 abgeben müssen, haben wir den Wecker für heute morgen auf 6Uhr gestellt... Das Aufstehen war doch anstrengend, zumal wir gestern abend ein opulentes Mahl von TGI Friday`s genossen haben. Hier ein Auszug aus unserer Beuteliste:

CRISPY GREEN BEAN FRIES
Crunchy and crisp battered green beans with a cool creamy Cucumber-Wasabi Ranch dip.

PARMESAN-CRUSTED SICILIAN QUESADILLAS
Sautéed chicken, sausage, bacon, bruschetta salsa and melted Monterey Jack cheese stuffed in a Parmesan-crusted flour tortilla. Drizzled with a Balsamic glaze.

BLACKENED CHICKEN ALFREDO
Fettuccine Alfredo with blackened chicken breast topped with tomatoes, green onions and Parmesan Cheese.

ASIAN-GLAZED CHICKEN ON FIELD GREENS*
A juicy chicken breast glazed with spicy Asian sauce, lightly dusted with toasted cashews and macadamia nuts. Served over field greens tossed in Cilantro Lime dressing with red peppers and cucumbers.

CAESAR SALAD
Crisp romaine lettuce tossed with our Caesar dressing and topped with Parmesan cheese and seasoned croutons. Top off your Caesar Salad with Sautéed Chicken

War echt lecker... Und wer jetzt noch weiss was das TGI in dem Namen bedeutet, gewinnt ne Reise mit dem Finger auf der Nordamerika Karte. Schnell posten, aber nicht schummeln ;-)

Also, wir alle aufgestanden, Niel nur unter schwerem Protest und geduscht. Danach das Hotelfrühstück vertilgt und alle Sachen ins Auto gestopft. Lotte sagt das es bis zum JFK-Airport 2 Stunden Fahrt sind. Wir wollen aber auf keinen Fall zu spät kommen, und fahren schon gegen 8 Uhr los, immer den Autoverkehr in und um NY im Kopf. Mit Benjamin, dem Wohnungsvermieter sind wir gegen mittag verabredet.





Aber es kommt wie es kommen muss. Keine Staus oder Unfälle versüssen uns den Weg. Wir kommen glatt von Norden rein, ohne Probleme bis nach Brooklyn und bis zur unserer Bleibe für die nächste Woche durch. Mist, hätten wir auf Lotte gehört und hätten uns Zeit gelassen. Jetzt sind wir schon um 9:30 da. Niel ist überhaupt nicht amüsiert, hätte er doch länger schlafen können. Egal, wir erkunden die Nachbarschaft, kundschaften die hiesigen Gangs aus und warten das Ben erscheint. gegen 10 Uhr ist er da und wir können unsere Koffer bei ihm deponieren, da die Reinigungskraft noch nicht fertig ist.





Wir fahren dann zum Airport und liefern problemlos unser Fahrzeug ab. Da wir die Option mitgebucht haben das Fahrzeug nicht aufgetankt abgeben zu müssen dauert die Rückgabe ca 2min. Ohne die Klimaanlage unseres Wagens schleppen wir uns zum Airtrain, der uns sehr schnell vom Airport zur Station Howard Beach bringt. Man freut sich schon, das diese Bahn nichts kostet. Diese Freude hält aber nur bis zur Endstation, da man hier, wenn man die Station verlassen will um mit der U-Bahn in die Stadt weiterzufahren, 5$ pro Person abdrücken muss. Ein freundlicher Bahnangestellter erklärt uns das man für 25$ Hin- und Rückfahrt haben kann. OK - gekauft!!

Hier kaufen wir uns die 7-Tages Metrocard. Mit dieser Karte können wir eine Woche lang alle Busse und Untergrundbahnen der Stadt benutzen. Diese Karte ist Ihre 24$ wirklich wert. Beim Eingang in die Bahnstation zieht man die Karte mit Magnetstreifen durch das Lesegerät und hat dann freien Zugang zur Station. Das Nahverkehrssystem New Yorks haben wir schon bei den vergangenen Aufenthalten lieben gelernt. Die Stationen sind mörderheiss, da die Linien direkt unter den Strassen verlaufen und nicht wie z.B. in Hamburg tief unter der Erde. Über einem ist meistens nur eine dicke Stahlplatte auf der der Asphalt der Strasse aufgebracht ist. In den U-Bahnen ist es Dank Klimaanlagen angenehm kühl.



Wir kommen nach 35min Fahrzeit in Clinton Hills, Brooklyn an und Ben empfängt uns sehr freundlich und weist uns in die 3 Zimmerwohnung ein, die jetzt für eine Woche unser zuhause ist. Ben ist in Deutschland aufgewachsen und spricht perfekt unsere Sprache. Wir sind völlig begeistert von der Wohnung, die perfekt und gemütlich eingerichtet ist. Ein Urlaubsziel das wir nur weiterempfehlen können. Oder lieber doch nicht? Nachher ist es immer ausgebucht... ;-) Ben versorgt uns noch mit Infos seines Stadtteils und überlässt uns dann wieder uns selbst, mit dem Hinweis jederzeit bei Fragen zur Verfügung zu stehen. Toller Service... Danke

Wir richten uns ein und kurze Zeit später ratzen meine 2 Liebsten am hellichten Tag ein...

16.08.2007 Tag 14 abhängen...

Heute haben wir ausgeschlafen, lange im Hotel gefrühstückt und dann war Freizeit für die gesamte Mannschaft angeordnet. Also haben wir uns an den Pool gepackt und den ganzen Tag gefaulenzt. Das wir ab morgen in NY-City eh keine freie Minute mehr haben werden, ist der heutige Tag die letzte Möglichkeit.








Deshalb gibt es heute auch nichts spannendes mehr zu berichten und erst morgen gibt es wieder einen ausführlichen Bericht, wenn wir uns auf den Weg in die Metropole machen...

ACHTUUUNG es gibt doch noch etwas!

Der ein oder andere hat es ja schon immer geahnt, wir aber haben den Beweis:

ELVIS lebt !!! Glaubt ihr nicht? Als wir sein Auto sahen haben wir auch nur an einen Scherz geglaubt...



Aber dann haben wir ihn am Pool relaxent vorgefunden...



So, ich gehe jetzt schnell wieder ins Wasser, wer weiss, vielleicht sitzt gleich auch noch Frank Sinatra hier am Pool...

Mittwoch, 15. August 2007

15.08.2007 Tag 13 ...und wieder fahren

Moin,moin Leute,
lecker Frühstück heute morgen im Mapplewood Inn. Schönes Omelette und Toast wie zuhause.



Dann auf die Interstate auf den Weg nach Südosten. Wir verlassen kurzzeitig den Staat NY und betreten (befahren) Pennsylvania. Das der Staat zu einem der bevölkerungsreichsten der USA gehört kann man nicht glauben wenn man kilometerweit durch einsamste Waldgebiete fährt.



Hier ist alles soooo weit und es gibt soooo viele Bäume. Dann kommen wir nach ein paar Stunden bis auf 57 Meilen an NY-City heran und das merkt man dann auch am Verkehrsaufkommen.

Wir finden in Middeltown ein klasse Holiday Inn mit Innen- und Aussenpool und beschliessen 2 Übernachtungen hier zu verbringen. Der Gedanke, einen Tag bei 30°C und Sonne am Pool zu relaxen, ist doch sehr reizvoll. Ab Freitag haben wir unsere mietwohnung in Brooklyn und dann haben wir keine Chance auf abhängen, da NY-City wieder unsere gesamte Aufmerksamkeit braucht.

Wir fahren dann noch in das nahegelegene Woodbury-Outlet-Center und bringen die Kreditkarten zum Glühen...

Dienstag, 14. August 2007

14.08.2007 Tag 12 Niagara Falls

Heute morgen sind wir um 7Uhr aufgestanden. Das Frühstück in der Hotellobby war gut. Davon gibt es leider kein Foto. Hätte sich aber auch nicht gelohnt, war normales Frühstück ohne Highlights...



Dann sind wir nach Norden aus Buffalo raus und über 2 Brücken nach Niagara Falls gefahren. Das in dieser Gegend viel Elektrizität gewonnen sieht man schon an den extrem vielen Umspannstationen und Überlandleitungen. Das diese Energie aus Wasser gewonnen wird sieht man dann vor Ort.



Wir waren ja vor 5 Jahren schon einmal hier. Für Ingrid war diese Attraktion etwas Neues und so erging es ihr ähnlich wie uns damals. Wir parken mitten in der Stadt und um zu diesem grossen Wasserfall zu kommen braucht man zu Fuss nur 2 Minuten. Dieses Naturspektakel liegt mitten in der Stadt. Für die ganz Faulen gibt es noch einen Parkplatz mitten auf Goat island (die Insel zwischen dem amerikanischen und dem kanadischen Fall). Wer hier parkt steigt aus dem Auto geht ein paar Schritte und fällt in die Schlucht ;-)

Vor 5 Jahren sind wir mit der "Maid of the Mist" auf dem Niagara gefahren und haben uns von den Fällen nassregnen lassen. Diesmal fahren wir mit dem Lift runter zu den Caves und gehen zu Fuss am Fusse des amerikanischen Falls. Dank dem Perfektionismus unseres Reiselandes werden wir nur halbnass, da im Eintrittspreis ein Plastikponcho und feste Badeschuhe enthalten sind. Ohne dieses Schuhwerk darf der Bereich aus Haftungsgründen auch gar nicht betreten werden. Man geht nämlich teilweise nur einen Meter von den Stellen entfernt, an denen der Wasserfall auf die Felsen prallt, auf rutschigen Holztreppen. Damit man hier nicht ausrutscht und in den Niagara fällt, trägt man eben diese Badeschlappen. Der Holzsteg, auf dem man geht, wurde so angelegt das man die Naturgewalten auch vernünftig spüren kann. Von allen Seiten prasselt das Wasser an einen und manchmal werden die Stufen überspült auf denen man gerade steht. Geile Sache... Uli hat es ja nicht so mit dem Wasser und bleibt lieber oben im Park sitzen und lässt sich , da die Windrichtung heute stimmt, lieber vom kanadischen Fall berieseln. Das ist aber bei den herschenden Temperaturen angenehm.






Wir besuchen noch alle Viepoints. Ingrid ist begeistert, wir natürlich auch. Als wir dann alle taube Ohren von dem Lärm haben und Niel und ich unsere Badeschlappen der 3ten Welt gespendet haben, dafür stehen hier grosse Plastiktonnen, fahren wir weiter am Niagara entlang nach Lewiston.






Hier erwartet uns eine Attraktion die Niel und ich vor 5 Jahren schon mit grossen Augen bewundert haben. Speedbootfahren auf dem Niagara durch die Stromschnellen. Vor 5 Jahren haben wir nur am Ufer gestanden und sind nicht mitgefahren. Diesmal wollen wir unbedingt mit. Davon kann uns nicht mal die 54$ Fahrpreis pro Person abschrecken. Wir sind heiss auf dieses Spektakel. Wir buchen 2 Plätze, unterschreiben jeder mit mehreren Unterschriften, dass wir niemanden haftbar machen wenn wir unser Leben verlieren, erhalten als Gegenleistung eine Sicherheitseinweisung von einer Seebärin ;-), eine Rettungsweste und dann steigen wir zusammen mit 28 anderen Speedjunkies in das Boot. das Teil sieht aus wie eine Mischung aus Offshore-Powerboot und Landungsboot der Navy. Wir sitzen zu viert nebeneinader im Boot und da Leuten mit empfindlichen Mägen, defekten Wirbeln und Bandscheibenvorfällen geraten wird, es sich im hinteren Teil des Sitzbereichs unbequem zu machen, sitzen Niel und ich in der ersten Reihe.



Langsam fahren wir im ruhigen Teil des ca 400m breiten Niagara los. Es geht erstmal langsam stromabwärts und gerade als wir uns fragen ob das Gerät auch noch ein bischen mehr drauf hat als das was es uns gerade bietet, schiebt der Kapitän, richtiger wäre Pilot, seinen Gashebel auf Vollast und 1500PS lassen uns aus dem Wasser schiessen. Das Jetboot macht ca. 95 km/h. Wenn man dann bei dieser Geschwindigkeit eine leichte Linkskurve fährt und dann eine volle Rechtskurve reinhaut und im Moment der steilsten Kurvenlage die 1500PS abstellt, Leute ihr glaubt nicht was da abgeht. Eben noch mit fast hundert geradeaus, dann so schräg seitlich im Wasser stehend, das ich in der mittleren Sitzposition nach unten ins Wasser schauen kann und dann, durch das auf Null stellen der Motoren, nach hinten gerissen werden. Dagegen ist jede Achterbahn ein Dreck. Uns wurde erklärt das sei nur ein Manöver zum warmfahren.



Jetzt geht es los in die Stromschnellen flussaufwärts. Hier gibt es mehrere stehende Walzen von bis zu 3m Höhe. Über die ersten kleineren Wellen und Strudel geht es noch mit Vollgas. Das hört sich am Schiffsrumpf an als würde man mit dem Vorschlaghammer Rost klopfen. Vor den dicken Klopfern mit der Stufe 5 (Stromschnellen werden nach ihrem Schwierigkeitsgrad und Gefährlichkeit von 1-6 eingestuft) gehen wir mit der Geschwindigkeit runter und das Boot kämpft sich flussaufwärts durch die Stromschnellen. Im ruhigeren Wasser dahinter geht es mit Vollgas in eine 180° Wende und dann in die Stromschnellen. Die Karre stampft und wird hoch und runtergerissen. Man wähnt sicht auf einem wildgewordenem Gaul der ne Distel unterm Sattel hat. Dabei wird Wasser aus Badewannen auf einem ausgeschüttet, unbegreiflich wieviele Hektoliter auf einen prasseln. Wir kommen nach den ca. 200m aus der Wasserhölle und schreien begeistert nach mehr. Unser Pilot wiederholt diesen nassen Spass 7-8mal. Wir sind sowas von nass, selbst beim kitesurfen wird man nicht so nass. Dabei steht einem das wasser bis zur Wade, irgendwie läft es aber immer wieder recht schnell hinten aus dem Boot.



Solltet ihr hierher reisen, gönnt Euch diese 1 Stunde - Es ist nur geil.

Uli und Ingrid sind da anderer Meinung, aber sie haben keine Ahnung, sind ja nicht mitgefahren...

Hier noch je ein vorher - nachher Bild:




Danach sind wir dann mit dem Wagen Richtung New York City kilometer fressen... Davon aber morgen mehr.