Montag, 6. August 2007

06.08.2007 Tag 4 Mr Vanderbilt und Providence

Der Montag beginnt wie immer mit Bagel, Creamecheese, Kaffee und einer sehr freundlichen Bedienung im Day Inn. Wenn die Bedienung nicht gerade neue Marmeladentöpfe oder Zucker in Tüten auf das Buffet stellt, verkauft sie nebenbei noch Schmuck. Sie hat einen Tisch zur Schmuckvitrine umgestaltet und bessert so ihren Verdienst auf.

Für den heutigen Tag haben wir uns eine Besichtigung der Vanderbiltschen Villa "The Breaker" vorgenommen. In Newpot gibt es eine grosse Anzahl alter Villen berühmter Zeitgenossen, die heute einer Stiftung gehören und von dieser gehegt und gepflegt werden. Dafür bringt dieser Verein in den nächsten 30 Jahren 100Mio Dollar für Renovierungen und laufende Pflege auf.

Wir fahren zum Headquarter dieser Stiftung und bekommen einen Prospekt mit Informationen dieser Anwesen. Leider erfahre ich auch das ich diese immobilen Schmuckstücke nicht von innen ablichten darf. Na, dann kann ich meine 7 Kilo Fotoequipment auch im Wagen lassen. Soetwas mache ich sonst nie, aber der Parkplatz ist bewacht und der einzige Junkie Newports hat hoffentlich auch Urlaub und ist im Ausland. Newport wirkt nämlich extrem ordentlich und sauber...

Entgegen amerikanischer Gepflogenheiten machen wir uns zu Fuss vom Headquarter zum Breaker auf. Lotte sagt es sind nur 750m. Sind es auch! Aber nur bis zum Anfang dieser Strasse, Dann sind es nochmal gefühlte 5km. Wir finden diese Hütte einfach nicht. Selten habe ich ein so gut verstecktes Bauwerk gesucht. Warum verstecken sie es so gut? Sie könnten von uns mal eben 50$ Eintritt kassieren aber nirgendwo ein Schild. Niel und ich lassen die Mädels am Strassenrand sitzen und gehen zurück zum Wagen. Man muss dazu sagen das es ca. 32°C mit gefühlter 100% Luftfeuchte und 100% Windstille ist. Wir picken Uli und Ingrid auf und fahren noch 800m die Strasse zurück. Siehe da, da ist ja der Prunkklotz.

Vor uns eine lange Auffahrt in einen Park mit Kiesweg und am Ende eine 70 Zimmer Hütte aus Stein. In den Staaten ja nicht unbedingt die Norm. Wir bezahlen das Eintrittsgeld von nahezu 50$ und stellen uns an. Hier stehen vor uns schon ca. 80 Leute und die Führungen werden immer in 20er Gruppen durchgeführt.

Hier kurz ein paar Eckdaten:

70 Zimmer, 23 Badezimmer, 27 Kamine. Fetter Blick auf den Atlantik. Jede Menge Silber, Gold und Platin an Wänden und Möbeln. Mr Vanderbilt hat sich hier nicht lumpen lassen. 8-10Mio Dollar hat er hier investiert. Das aber um 1890. Heute müsste man einiges mehr investieren. und das alles nur für ein Sommerhäuschen. Denn nur dafür wurde es genutzt. Ach ja:
5 Leute haben hier gewohnt und wurden dabei von 40 Angestellten am feudalen Leben erhalten. ich mache irgendwas falsch...

Sobald ich morgen meinen neuen Kartenleser habe stelle ich hier ein paar Fotos ein. Leider, wie erwähnt, nur von aussen.

Hier nun die Bilder:




Danach haben wir uns auf den Weg nach Providence gemacht. Zwischendurch ein Mittagsstopp bei Wendys. Uli reicht Salat mit Chili con Carne (merkwürdige Mischung die Wendys da anbietet. Schmeckt aber sehr gut). Oma, Niel und ich pfeifen uns die dicken Burger rein und jetzt weiss Ingrid warum hier viele so beleibt sind.




Providence ist die Hauptstadt von Rhode Island. Die Stadt hat 4-5 Hochhäuser, ansonsten wirkt sie sehr europäisch. Das Capitol wirkt grösser als in Washington und liegt auf einem Hügel. Hier stoppen die Autos sogar wenn man an einem Fussgängerübergang steht und die Strasse queren will. Wir schauen uns die Benefit street mit ihren 200 alten, liebevoll restaurierten Häusern an. Die Querstrassen sind so steil, dass man denken könnte man befände sich in San Francisco. Gegen Abend geht es zurück. Wir queren lange, grosse und sehr hohe Brücken, die an vielen Stellen äusserst rostig aussehen.

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