Donnerstag, 9. August 2007

09.08.2007 Tag 7 ...ab in die White Mountain



Moin, moin,

heute morgen gesund in Bates Motel erwacht und die Sonne scheint, es ist nicht mehr so drückend. Es sind herrliche geschätzte 22°C und wir packen schnell unsere Sachen um weiterzuziehen. Dabei bemerken wir das Niel am Vorabend eine Schlüsselkarte am Pool liegengelassen hat und die jetzt natürlich verschwunden ist. Uli, als Zimmerbeauftragte schwillt der Hals und Niel wird zum beichten an die Rezeption geschickt.

2min später kommt er völlig entspannt zurück und erklärt das der Verlust nicht schlimm ist und das sie ihm schon eine neue Karte aufs Auge drücken wollte, die er nur mit der Erklärung das wir eh gleich auschecken, ablehnen konnte. Wahrscheinlich hat Niel dem Rezeptionsmädel versprochen sie bei der nächsten Durchreise zu heiraten. Hier kann er sich wohl nicht mehr sehen lassen.

Frühstück im Hotel lassen wir heute aus, da sich die Trucker im Frühstücksraum bis in die Appalachen drängeln.

Kurze Zeit später sind wir auf der Strasse und entdecken eine vertrauenswürdige Bäckerei an einem Einkaufscentrum. Uli bestellt sich ein Panini mit ner Menge Grünzeug, Käse und Truthahnbrust, einen O-saft und einen Capuchino. Wir 3 nehmen den normalen Kaffee (all you can drink) und Croissant mit Butter und Gelee. Uli zahlt für Ihr Grand Menue 11$, wir für den Rest 9,95$.

Wir haben in unserem Reiseführer gelesen das in Maine die östlichste Wüste des Nordamerikanischen Kontinents liegen soll. Können wir nicht glauben. Also schauen wir nachen. In der Nähe von Freeport existiert sie dann doch tatsächlich.

Hier hat vor ca. 100 Jahren ein dusseliger Bauer die Fruchtfolge nicht beachtet und so seinen Acker verödet. Als man dann mit dem Acker nichts mehr anfangen konnte hat man eine Touristenattraktion daraus gemacht. ;-) Die geführte Rundfahrt durch die " Desert of Maine" war sehr interessant und von der älteren, fröhlichen Lady toll präsentiert. Jetzt sind wir schlauer und diese Wüste hat sogar den Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde geschafft. Der Wüstenstatus ist mittlerweile auch von Geologen bestätigt worden.


ziemlich wüst, oder??

Eigentlich hatten wir vor in den Acadia National Park zu fahren. Da wir aber noch rüber Richtung Niagra Falls wollen haben wir beschlossen schon heute Richtung Westen abzudrehen und die White Mountain mit unserer Anwesenheit zu beglücken.

Am ersten Rastplatz wird mal wieder eine Fastfoodkette, in diesem Fall die süchtigmachende Starbuckskette angelaufen.
Die Angestellten dieser Kette haben aber mit Niels Namen ein Problem



Auf diesem Rastplatz begegnen wir einem Dodge Wohnmobil das in Deutschland unter dem Namen Sprinter unterwegs ist. Sogar das Dach und der Innenausbau sind, wie bei uns, von Westfalia.



Ca 200km schöne hügelige und bewaldete Strassen später kommen wir in die Berge. Es ist eine sehr schöne Landschaft. Zwischendurch Häuser im Schweizer Style aber spätestens beim aussuchen einer Unterkunft für die Nacht landen wir wieder in einem typischen amerikanischen Motel.



Diesmal sind wir schlauer und buchen das Zimmer gegen Mittag und fahren dann weiter in die Berge für ein kleines Picknick und ein bischen baden. Wir finden einen tollen Fluss (Name wird nachgereicht, habe ihn noch nicht auf der Karte entdeckt)






Cooler Wasserfall, oder? Ist in der Realität ganze 30cm hoch :-)

Hier hängen wir ab. Baden im frischen, sauberen Wasser und sonnen auf den Felsen. Auf dem Rückweg zu unserem Motel gehen wir in Conway noch in ein Restaurant. Komisch, hier in den Bergen ist mir nach Meeresfrüchten. Als Starter gibt es Shrimps in Mango-Ginger Sosse und dann gebratenen Lachs mit Steam Zucchini und Kartoffelmus. Niel isst italienisches Dreierlei. Schweinefilet mit Käse überbacken, Nudeln mit Tomatensosse und einem Auflauf aus Kartoffelmus mit Tomatensosse und Käse überbacken. Was an dem letzteren italienisch war hat er nicht herausgefunden... Oma hat sich mal wieder Chickenwings und Spareribs ausgesucht. Irgendwann müssen wir einschreiten sonst bekommt sie noch eine Chickenwing-Vergiftung... Uli aber hat den Vogel abgeschossen. Truthahn auf Truthahnfüllung mit Cranberry-jelly, Kartoffelmus, Steamgemüse und einen Spaziergang durch die Salatbar. Um es gleich richtigzustellen: Sie hat es nicht geschafft alles aufzuessen.

Dann sind wir zurück ins Motel und Niel hat den Pool eingeweiht...

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