
Hi Leute,
gestern gab es keinen Eintrag, da wir uns am Mount Washington in der Wildnis befanden. Hier in unserer Lodge gab es kein Mobilphone Empfang und erst recht kein WiFi. Stattdessen hatten wir ein nettes Motel mit Jacuzzi (deutsch: Whirlpool). Da haben Niel und Ich abgehangen... Aber nun der Reihe nach...

Wir fangen natürlich beim Frühstück an...
Auf dem Weg zum Mount Washington kamen wir wieder durch Conway. Hier gibt es ein nettes Restaurant die mit ihren Pancakes ziemlich angeben. Wir werfen die Notbremse rein und entern den Laden. Nach 5min warten auf die Tischzuteilung - das ist doch schon mal ein positives Zeichen, sonst würden die Leute hier nicht um einen Tisch anstehen - bekommen wir einen Aussenplatz unter einem Sonnenschirm. Hier gibt es mal wieder so ein richtiges Trucker Frühstück. Omelett mit Pilzen und Bacon, Bratkartoffeln und Toast, und natürlich Kaffee satt. Das nehme ich, Niel auch. Uli ist dann doch lieber für die Blueberry Pancakes und Ingrid wählt ein Sandwich.

Eine Stunde später sind wir auf dem Weg nach Norden, drehen aber dann doch nach Süden, da man den White Mountain Park auch umrunden kann. Nach einiger Zeit kommen wir an einen Wanderpfad der zu einem Wasserfall führt. Das schauen wir uns an. da ir uns jetzt zu Fuss durch den Park bewegen lösen wir für 3$ ein Ticket. dazu nehmen wir uns einen gelben Umschlag, stecken das Geld ein und trennen von dem Umschlag eine Quitung ab. Diese hängen wir an den Rückspiegel unseres Chevy und den Umschlag werfen wir mitten im Wald in einen Briefkasten. Von diesem Geld wird der Unterhalt des Parks bestritten. Nun wandeln wir auf legalen Pfaden durch den Wald. Der Wasserfall ist ganz schön. er reicht für ein paar experimentelle Aufnahmen und um die Sonderfunktionen meiner neuen EOS D1 Mark III auszuprobieren...

2 Stunden später erreichen wir den Mount Washington. er ist über 1900m hoch und auf 3 wegen zu erklimmen. Zu Fuss, mit der Zahnradbahn oder mit dem eigen Wagen. Cool.. da kann man auf den Berg und muss nicht einmal aussteigen. Daran sollten die sich am Mount Everest mal ein Beispiel nehmen.
Also los!! 41$ bezahlt und einen grossen Umschlag in Empfang genommen. Darin 1 CD mit sprachlicher Unterhaltung für den Auf- und Abstieg, 1 Aufkleber und 1 Urkunde, das dieses Fahrzeug den Berg bezwungen hat (wissen die doch gar nicht, wir sind ja noch nicht oben) und einen DIN A4 Zettel mit Sicherheitsanweisungen. Wir lachen drüber, da wir ja wissen wie sicherheitsbewusst unsere amerikanischen Freunde sind.

Wir lachen auch noch als wir bei der Hochfahrt an mehren Stellen Gefässe zum nachfüllen von kühlerflüssigkeit finden. Als die Streckenführung oberhalb der Baumgrenze aber immer abenteuerlicher wird, vergeht uns doch das Lachen. 14% Steigung sind nun dauerhaft angesagt, keine Leitplanken und eine sehr schmale Strasse auf der breite US-Cars fahren... Nach 25min kommen wir oben an und geniessen den Weitblick in den Wolken.


Das Wetter ändert sich hier laufend. Eine Weisheit hier in der Gegend lautet:
"Dir gefällt das Wetter nicht!?, dann warte eine Minute!

Wir schauen uns hier ausgiebig um, essen einen Chili-Dog (Hotdog mit Chili Con Carne" Ingrid hat sich noch ein Rippchen vom Vorabend aufbewahrt, das nun vertilgt wurde.

Beim Verlassen der Bergstation fiel dann noch die Tafel der Opfer dieses Berges auf. Der letzte erst 2006. Die meisten erlagen einem Herzinfarkts oder sind erfroren. Hier schneit es sogar im Sommer und hier wurde die höchste Windgeschwindigkeit gemessen, die jemals auf unserem Planeten wehte: ca 350km/h. Das ist ziemlich fix, oder? Dann kam die Abfahrt und unseren Mädels wurde bei dem Gedanken daran schon ganz anders. Wenn man aber nur fährt und auf den Weg schaut, ist die Sache ganz einfach. 20min später waren wir wieder auf sicheren Strassen.
30min später hat unser Herbergen-Scout Uli eine passende Bleibe gefunden. Ein schönes Motel mit Pool, Jacuzzi,Gasgrill-Platz und Besitzern mit deutschen Vorfahren. Deshalb dauert es recht lange bis Uli mit dem Schlüssel wiederkommt. Eigentlich wollten wir diesen Sommer nicht mehr grillen. Aber bei dem Gedanken an ein schönes Steak und dem vorhandenen Grillplatz, ändern wir unsere Meinung. Niel und ich fahren in den 28km entfernten WalMart und kaufen alles was wir brauchen, einschliesslich Plastikbesteck und Styroporteller... Der Grill ist Dank Gasbefeuerung schnell eingeheizt und kurze Zeit später essen wir unsere Steaks und italienische Würstchen, dazu gegrilltes Basilikumbrot mit Knoblauchbutter. Mit dicken Bäuchen hauen wir uns in den Jacuzzi und lassen den Tag ausklingen.



Am nächsten Morgen springen wir früh in den Pool, schwimmen eine Runde und fahren zügig los. 250km liegen vor uns. Lotte zeigt dafür 3:50min an. OK! wir sind halt nicht zuhause. Autofahren dauert hier immer länger. Wir kommen am frühen Nachmittag in Burlington an und machen in einem uns vertrauten "La Quinta" halt.


Warum ist das wohl mein Lieblingssender :-)
2 Kommentare:
hey - ihr kommt ja mehr als rum :)
und wieder ein paar sehr schöne bilder von der gegend - sehr derbe bergig und das vorletzte bild ist eines der besten :D endlose weiten nur begrenzt durch einen hohen berg *G*
eos 1d mark III ?? nett -.-
hi jannick, ja hier kann man ziemlich weit gucken... Die Mark III hatte ich mir vor 6 Wochen bestellt. Dank eines Lieferengpass seitens Canon kam sie am Donnerstg bevor wir Freitags in den Flieger hierher gestiegen sind... Glück gehabt. und das Teil ist genial. Der Verschluss ist so seidenweich ich könnte laufend abdrücken, grins. Im Highspedmodus schafft sie wirklich 10 Bilder/sec...
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