Sonntag, 19. August 2007

19.08.2007 Tag 17 Brooklyn Bridge und Brooklyn Heights





Heute ist das Wetter ein wenig bedeckt. Wir haben beschlossen uns in unserer Nachbarschaft umzusehen. Einige haben vorher bedenken geäussert. Brooklyn? Ist denn das sicher. Jo man, it is! Die Menschen hier, überwiegend Farbige, sind total nett. Wenn wir morgens das Haus verlassen werden wir begrüsst. Wenn wir mal wieder aus irgendeinem U-Bahnschacht orientierungslos rausgeklettert kommen, fragt gleich irgendwer, ob er uns helfen kann und zeigt uns den richtigen Weg. Menschen die wir morgens beim Frühstück in einem Cafe getroffen haben, erkennen uns am Nachmittag bei einer zufälligen Begegnung am anderen Ende des Stadtteils freundlich wieder. Es ist wie zu Hause.

Wir sind heute morgen zum Frühstück ins Outpost gegangen, ein Szenelokal, von Ben empfohlen. Wir haben uns dort im, mit bunten Möbeln dekorierten, Garten niedergelassen und Kaffee, Croissants, Bagels und Sandwiches genossen. Danach ging es mit der Linie F (ihr erinnert euch? Linie C fällt das ganze Wochenende aus) ein paar Stationen Richtung East River. Von hier sind wir, so weit die Füsse tragen, rumgelatscht... Heute ist es nicht ganz so warm, da stören auch die 5 Kilo Kameraausrüstung nicht. Ich fotografiere wieder munter drauf los.







Wir marschieren Richtung Manhattan Bridge und schwenken dann auf die Brooklyn Bridge. Diese Brücke hat ein Fussgängerdeck. Diesmal erobern wir diese Brücke, entgegen der früheren Eroberung, von Süden.



Das große Tryptichon dieser Brücke in unserem Wohnzimmer wird nochmals aufgenommen. Diesmal achte ich mehr auf eventuelle Fehler in der Gestaltung. Vielleicht tausche ich das Wohnzimmerbild gegen dieses Neue aus, zumal ich die Pixelanzahl, im Gegensatz zu früher, verdreifacht habe. Mark III ich liebe DICH!







Schauen diese Beiden wie Brückenprofis aus oder haben sie die Fresse dick? Ich habe mich nicht gewagt zu fragen...



Nachdem die Pflichtfotos am ersten Brückenpfeiler erledigt sind, wandern wir zurück und entdecken Brooklyn Heights. In diesem Viertel ist die Vergangenheit konserviert und das sogar schön ordentlich. Wir spazieren an der Promenade entlang, im Hintergrund immer die imposante Skyline von NY-City.







Anschliessend finden wir einen italienischen Deli. Die Mädels ziehen sich Pizza rein und wir Pasta. In diesem Laden, optisch sehr schön, ist aber klein wenig der Wurm drinnen. Unser bestelltes und gezapftes Rootbeer entpuppt sich als Coke. Freundlich wie immer, "grins", reklamiere ich im besten Brooklyn-Slang die Getränke und das Schankgirl entdeckt daraufhin den Fehler im System. Jemand, wahrscheinlich sie höchstselbst, hat statt dem Rootbeerfass ein Cokefass an die Zapfanlage angeflanscht. Tja, unsere Coke geht in den Ausguss und wir bekommen Rootbeer aus Flaschen. Egal! Die anderen bekommen ihr essen und mampfen fleissig an ihren pseudo-italienischen Köstlichkeiten. Uli äußert sogar das Lob, diese Pizza kommt an die aus Mailand heran...

Ich kann nichts dergleichen äußern. Ich futter nämlich Luft. Also wieder zum Tresen-Girlie, mittlerweile mögen wir uns schon richtig und nach meiner Lasagna gefragt. Grosses Stirnrunzeln, schliesslich muss man, wenn man eine Lasgna bezahlt, noch lange keine erhalten, dann begibt sich die ganze Mannschaft auf die Suche. Nach kurzer Zeit wird der Koch in der Mikrowelle fündig. Von wegen Steinofen. Der ist nur Deko... Wieder erwarten ist meine Käse-Nudel-Hack-Creation noch richtig heiß und schmeckt super. 25min später sind die 14000Kcal verzehrt und ich lechze nach einem Jägermeister. Aber mit solchen Wünschen braucht man in dieser Gastronomie in diesem Lande nicht anzukommen.

Egal, dann wird der dicke Wanst eben wieder abmarschiert. Leider hat sich das Wetter verschlechtert und es fängt an zu regnen. Google-Wetter hatte also Recht. OK, morgen scheint demnach wieder die Sonne. Wir haben schliesslich auch aufgegessen. Uli der Subway-Guru findet die richtige Bahn für uns und gegen 6Uhr abends sind wir wieder in unserer Hood.

Wir suchen noch den örtlichen Supermarkt auf und kaufen (Bitte merken, ES IST SONNTAG) noch diverse Futtersachen und wanken schwerbepackt nach Hause. Übrigens, Milch einkaufen ist nicht so einfach. Hier gibt es sogar 100% milchfreie Milch...

Ach ja, wir haben es schon von Ben gehört: Die hiesige Wegwerfgesellschaft hat schon vor ca. 10 Jahren begonnen bestimmten Müll zu recyclen und tatsächlich entdecken wir die dafür bestimmten Behälter...



Hier auch noch ein paar Bilder von den rumhechtenden Squirrels, süss und arschfrech...



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